Ein Tag im Wohnheim
Wie kann ein Tag im Kettelerhaus aussehen? Eine kleine Reportage gibt Einblicke aus der Sicht von einigen Berufsschülern, die während ihres Blockunterrichts im Kettelerhaus wohnen.
Zwischen sechs und sieben Uhr morgens klingeln die Wecker in den Zimmern. Müde gehen die Bewohner zu den Badezimmern und in die Duschen. Immerhin, keine Mutter da, die nervig: "Aufstehen, zur Schule gehen" ruft... Stattdessen trifft man gähnende Berufsschulkollegen vorm Spiegel beim Zähneputzen.
Von sieben bis acht Uhr ist das große Frühstücksbüffet im Speisesaal aufgebaut. Bei Kaffee, Brot und Müsli quatscht man über den anstehenden Tag in der Berufsschule: "Ich hab noch den ganzen Tag für den Chemie-Test gelernt!" "Echt? Dann weiß ich, neben wem ich gleich sitze..." Zusammen mit den Kollegen macht man sich auf den Weg zur Schule.
Die meisten trudeln am Nachmittag wieder im Kettelerhaus ein. Ob man sich selbst ein Mittagessen in der Gemeinschaftsküche kocht oder im Speisesaal isst, bleibt jedem selbst überlassen. Dampfende Tassen mit Cappuccino stehen auf dem Tisch im Gemeinschaftswohnzimmer, wo nach der Schule erst mal relaxen mit den Freunden angesagt ist. Danach steht für die meisten Lernen auf dem Programm - in Gruppen oder allein auf dem Zimmer.
"Lass uns mal wieder was zusammen kochen!" Das WG-Feeling ist perfekt, wenn fünf Leute in ihrer Küche gemeinsam Zutaten in einen Kochtopf geben. Von wegen "viele Köche verderben den Brei". Kaum zieht der köstliche Geruch von Spaghetti Bolognese über den Flur, kommen plötzlich ganz viele Gourmets aus ihren Zimmern.
So gestärkt startet man ins Abendprogramm: Kino, Kneipe oder Disko? Bei dem Angebot in Münster ist die Entscheidung nicht immer einfach. Einfach mal alles ausprobieren.
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